Wie sag ich’s meinem Kind?

Aufklärung ist das A und O – und das fängt beim betroffenen Kind an. Dabei besteht die größte Herausforderung im Balanceakt zwischen der klaren, sachlichen Aufklärung und den Ängsten, die das bei vielen Kindern auslösen kann.

Kleinkind- und Kindergartenalter

  • dem Kind erzählen, wogegen es allergisch ist und dass es durch diese Allergie sehr krank werden kann (nicht „sterben“)
  • dem Kind zeigen, wie die Allergene (z.B. Erdnüsse) und die Produkte, in denen sie verarbeitet werden, aussehen – durch Fotos oder ein Foto-Memory
  • immer wieder betonen, dass diese Allergene und Produkte gemieden werden müssen
  • die Grundregeln einführen und immer wieder üben
  • einfache Worte wählen und positiv mit der Allergie umgehen, z.B. die eigene Süßigkeitenkiste als „Spezialkekse“ oder die Notfalltasche als „Superheldentasche“ bezeichnen

Grundschulalter

  • das Wissen über die Allergie und den Umgang damit vertiefen
  • Kinder entwickeln langsam ein Konzept von „Gefahr“ und „Tod“ und können daher Ängste entwickeln – es ist enorm wichtig, diese Ängste ernst zu nehmen, sie nicht zu leugnen, aber auch nicht zu schüren. Sie sind berechtigt, aber sollten auch nicht das Leben des Kindes bestimmen. Man könnte z.B. darüber sprechen, dass jeder an etwas sterben kann (z.B. beim Überqueren der Straße) und dass nur sehr, sehr wenige Menschen tatsächlich an einer Nussallergie sterben. Man könnte die Angst auch positiv besetzen, indem man ihre Schutzfunktion hervorhebt („meine gute Angst“).
  • ab der 3. Klasse/Lesefähigkeit: das Kind zunehmend ins Allergiemanagement einbeziehen, Lesen von Zutatenlisten üben, je nachdem auch Anwendung der Notfallmedikamente besprechen und üben – das Kind lernt, dass es so die Allergie gewissermaßen kontrollieren kann

Teenies

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